03.05.2026
Nationale Kollekte am Mediensonntag
«Menschliche Stimmen und Gesichter bewahren.»
Papst Leo XIV. lädt uns ein, Gesicht und Stimme als heilige Zeichen unserer Würde zu schützen und echte, menschliche Begegnung zu fördern. Angesicht und Stimme sind heilig. Sie wurden uns von Gott geschenkt, der uns nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen und uns mit dem Wort, das er selbst an uns gerichtet hat, ins Leben gerufen hat, dem Wort, das über hunderte Jahre zunächst in den Stimmen der Propheten widerhallte. Dieses Wort – diese Selbstmitteilung Gottes – haben wir direkt hören und sehen können (vgl. 1 Joh 1,1-3), weil es sich in der Stimme und im Antlitz Jesu zu erkennen gegeben hat.
In einer Zeit, in der künstliche Intelligenz Inhalte und Beziehungen simuliert und Algorithmen schnelle Emotionen sowie Polarisierung belohnen, sollen wir wachsam bleiben, prüfen und unser eigenes Denken nicht aus der Hand geben.
Der Papst ruft zu einer möglichen Allianz mit der Technik auf, getragen von Verantwortung, Zusammenarbeit und Bildung, mit klarer Kennzeichnung künstlicher Inhalte, Schutz der Urheberschaft und Stärkung der Medien‑ und KI‑Kompetenz in Kirche und Gesellschaft.
So wird unsere Kommunikation Dienst am Gemeinwohl: Sie sucht die Wahrheit, schützt die Person und achtet in jedem Menschen das Abbild Gottes.